| RFID-Technologie — wie Funkwellen Zeitungen analysieren |
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| Geschrieben von Ansgar Sadeghi | |
| Friday, 30. July 2010 | |
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Werbende, die sich für Werbung in Zeitschriften und/oder in der Zeitung entscheiden möchten, haben oftmals viele Fragen. Eine der wichtigsten: Wie viele Menschen sehen nun eigentlich die Werbung, die ich in der Zeitung schalte? Mittel zur Analyse, um diese Frage zu beantworten, war bisher beispielsweise die Befragung einer ausgewählten Gruppe von Lesern. Wie bei vielen Befragungen musste man auch hier allerdings mit einer gewissen Unschärfe der Ergebnisse rechnen. Mittlerweile gibt es jedoch ein technisches Verfahren, das eine genauere Analyse für die Anzahl von Betrachtern einer Seite in einer Zeitung erlaubt. Diese Analyse funktioniert mit RFID: Die Abkürzung bedeutet "Radio Frequency Identification".
RFID - Technik gibt's schon länger
RFID-Chips sind nichts komplett Neues. RFID-Chips an Milchtüten im Supermarkt teilen Filialleitern beispielsweise rechtzeitig mit, dass Milch nachgeordert werden muss. Relativ neu ist dagegen die Nutzung von RFID-Technologie für die Analyse rund um die Nutzung einer Zeitung. Für diese Analyse bekommen die einzelnen Doppel-Seiten der Zeitung jeweils einen individuellen RFID-Chip. Mit ihm lässt sich sehr genau messen, welche Seite der Zeitung wie oft angesehen wird. Diese kreative Möglichkeit der Analyse könnte in den nächsten Jahren bestimmend für die Marketing-Forschung werden. Insgesamt sind es drei Komponenten, die die zukünftige Auswertung der Nutzung einer Zeitung möglicherweise revolutionieren: der sehr dünne RFID-Chip zur Funkmessung, Für die Testhaushalte werden diese Komponenten installiert. Die teilnehmenden Testpersonen brauchen sich für eine wirksame Analyse lediglich kurz am Lesegerät anzumelden, wenn sie mit der Lektüre der Zeitung oder der Zeitschrift beginnen. Damit die Analyse später als repräsentativ eingeschätzt werden kann, müssen die Testhaushalte zufällig ausgewählt werden. Zusätzlich sollte mit statistischen Verfahren geprüft werden, ob die demografischen Vorgaben für die Analyse eingehalten wurden. Liegen die richtigen Bedingungen vor, dann ist die Auswertung der Nutzerdaten relativ genau und einfach. Beim Aufschlagen und beim Blättern durch den Leser wird sekundengenau festgestellt, welche Seiten der er konsumiert und wie lange er auf den einzelnen Seiten verbleibt. Diese Daten sind sowohl für die Redakteure als auch für Werbekunden einer Zeitung sehr interessant. Beide Parteien können nun anhand der Stichprobe ausgewählter Leser bestimmen, wie lange Zeitungsseiten und/oder Anzeigen auf einer Seite die Chance hatten, von Lesern wahrgenommen zu werden.
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| Letzte Aktualisierung ( Friday, 30. July 2010 ) |
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