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Im Zeitalter der neuen Medien werden die 'alten' Medien regelmäßig totgesagt. Die Nutzergewohnheiten vor allem junger Menschen, so heißt es, hätten sich so sehr verändert, dass das Fernsehen, die Printmedien und das Radio dem nicht mehr gerecht werden. Die Ergebnisse der aktuellen Media-Analyse 2010 Radio II zeigen jedoch ganz deutlich, dass die Realität anders aussieht. Wie die neuesten Zahlen belegen, bleibt die Radionutzung in Deutschland nicht nur stabil auf hohem Niveau, sondern stieg zuletzt sogar an. Marketer sollten dass Radio daher nicht ohne Nachdenken ignorieren, wenn es um die Frage nach geeigneten Medien für eine gelungene Werbekampagne geht.
Reichweite und Verweildauer - wichtig für die Radio - Werbekampagne
Für die Media-Analyse 2010 Radio II wurde die Radio - Nutzung der deutschsprachigen Bevölkerung ab einem Alter von zehn Jahren wochentags in einer Zeit von fünf bis 24 Uhr untersucht. Analysiert wurden sowohl die Verweildauer als auch die Reichweite des Mediums. Die Studie untersuchte also einerseits, wie lange die deutsche Bevölkerung durchschnittlich das Radio einschaltet und damit für eine Werbekampagne über das Medium empfänglich bleibt. Andererseits wurde gemessen, wie groß der Anteil der Personen ist, die zumindest einmal täglich mit dem Medienträger erreicht werden. Auch diese Zahl kann für eine Werbekampagne im Radio relevant sein.
Wen erreichen Sie mit einer Werbekampagne im Radio besonders gut?
Laut Studie stieg die tägliche Reichweite des Mediums Radio in Deutschland um 0,4 Prozent auf insgesamt 78,9 Prozent. Demnach schalteten jeden Tag 58 Millionen Hörer das Radio ein. Bei der Zielgruppe der 30- bis 59-Jährigen sowie bei den Berufstätigen wurde sogar eine Tagesreichweite von 82,4 Prozent festgestellt. Wer sie bei einer Werbekampagne im Auge hat, könnte vom Medium Radio also in besonderer Weise profitieren. Weitere Ergebnisse der Studie: Treue Radiohörer schalten das Medium täglich mehr als vier Stunden ein. Und: Besonders deutlich sind die Prozentzuwächse bei den in Ausbildung befindlichen Testpersonen: Hier wuchs die Tagesreichweite um 1,5 Prozent auf nun 68,5 Prozent. Ganz generell verzeichnet die Zielgruppe der Unter-30-Jährigen einen Zuwachs: Hier stieg die Reichweite von 70,1 auf nunmehr 70,5 Prozent. Jugendliche hören heute im Schnitt über zwei Stunden täglich Radio und sind in dieser Zeit für eine gute Werbekampagne empfänglich.
Radio und die Verbindung mit den neuen Medien
Der anhaltende Erfolg des Mediums Radio fußt unter anderem auf der Integration neuer Medien in die Markstrategien der Radiosender. MP3-Player, Handys und Smartphones ermöglichen das Radiohören nicht nur in den eigenen vier Wänden, sondern auch auf dem Schulweg und auf dem Pausenhof. Bei Studierenden und Auszubildenden läuft das Radio zudem oftmals über den Computer im Hintergrund. Hier spielt auch die steigende Anzahl von Webradio-Sendern eine Rolle, die sich häufig auf spezielle Musikgenres spezialisieren und so sehr zielgruppenwirksam senden. Für Marketer bedeutet das: Wenn sie mit einer Werbekampagne punkten möchten, ist und bleibt auch die Auswahl des richtigen Senders wichtig. Das war schon immer so und das wird sich nicht ändern. Die jeweiligen Zielgruppen hören schließlich nicht alle dasselbe und eine Werbekampagne für Jugendliche ist in der Regel in einem anderen Sender gut aufgehoben als eine Werbekampagne für Senioren. Und auch so manch ein Betreiber eines Webradios könnte für die eine oder andere Werbekampagne genau der richtige Ansprechpartner sein. Die Reichweite mag zwar hinter der etablierter Radiosender zurückfallen, wenn Ihre Werbekampagne allerdings genau die richtige Zielgruppe erreicht, lässt sich das getrost auch einmal ignorieren. Zumindest das Radio scheint also als „altes“ Medium nicht unter den neuen zu leiden. Die Möglichkeiten der Parallelnutzung von Radio und neuer Technologie sowie Innovationen wie Webcasts und Hybrid-Radio stellen sicher, dass sich der Hörfunk auch im 21. Jahrhundert erfolgreich behauptet und Chancen für eine erfolgreiche Werbekampagne bietet.
» 4 Kommentare
4"ViwRjeUzgikb" am Saturday, 20. August 2011 02:00
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3"uYQDBudxDgOTZFb" am Wednesday, 17. August 2011 17:50
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