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DSL, Promifüße, Social Media — Überleben neben Top-Playern |
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Geschrieben von Ansgar Sadeghi
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Friday, 21. May 2010 |
Wer als ein kleinerer Anbieter auf heiß umkämpften Märkten überleben möchte, braucht Ideen und vielleicht auch eine ganz eigene Nutzung von Social Media, um sich neben der großen Konkurrenz zu behaupten. Der DSL Markt in Deutschland ist solch ein heiß umkämpfter Markt. Das dominierende Unternehmen ist hier die Deutsche Telekom mit einem Marktanteil von über fünfzig Prozent. Es folgen Vodafone, United Internet mit 1&1 und das spanische Unternehmen Telefonica mit den Marken O2 und Alice. Daneben gibt’s kleinere Player wie etwa Versatel und Tele2. Die etablieren sich mit einer eigenen Social Media Community für Kundenvorschläge (Versatel) und mit sozialem Engagement (Tele2) auf dem Markt.
DSL Markt Deutschland — nicht jeder überlebtSein Leben als
Kleiner zwischen Riesen zu fristen, ist nicht einfach. Nicht jedes
Unternehmen schafft so etwas oder möchte es dauerhaft schaffen, weil a)
es zuviel Geld kostet oder b) Ressourcen bindet, die anderswo besser
investiert werden könnten. Das Unternehmen Freenet verkaufte seine
DSL-Sparte beispielsweise an United Internets 1&1. Die Telecom
Italia zog sich aus der Marke Alice DSL zurück und überließ den
Spaniern von Telefonica das Feld. Sie ist in Deutschland bereits mit O2
Deutschland vertreten. Tele2 und Versatel kämpfen als kleinere Anbieter
weiter. Für Versatel ist Social Media Marketing ein Weg, diesen Kampf
auf dem deutschen Markt zu bestehen.
Versatels Social Media Plattform VersatelLabVersatel sucht
derzeit mit einer Social Media – Plattform des Unternehmens nach einer
besonders starken Kundenbindung. Es nutzt damit einen der Vorteile von
Social Media aus: den möglichen direkten Kontakt zum Konsumenten.
VersaLab heißt die Social Media - Plattform von Versatel im
Internet. Auf ihr können Kunden und potenzielle Kunden Vorschläge für
verbesserte Produkte oder Leistungen des Unternehmens einbringen: Die
Vorschläge werden anschließend von anderen Nutzern bewertet. Versatel
beobachtet die Vorgänge auf seiner Social Media Plattform genau und
zieht aus ihnen Schlüsse für künftige Strategien. In einer
Pressemitteilung vom fünfzehnten Mai verkündete das Unternehmen etwa,
„eine Vielzahl der eingegangenen Ideen aufgreifen und in Form von
Produkt- und Serviceverbesserungen integrieren“ zu wollen. Die
Erwartungen, die es mit seinem Social Media Portal verknüpft hat,
hätten sich nach wenigen Wochen erfüllt. Es scheint tatsächlich ein Weg
zu sein, sein Ohr nah am Markt zu haben und herauszufinden, was Kunden
wirklich wollen.
Tele2 und die Deutsche HerzstiftungEinen anderen Weg abseits
von Social Media geht der Anbieter Tele2. Er pflegt bereits seit einer
ganzen Weile eine enge Verbindung zur Deutschen Herzstiftung und setzt
auf Aktionen, deren Erlös der Stiftung zugute kommen und die sich
werbewirksam kommunizieren lassen. Jüngste Aktion: Prominente wie der
Comedian Kaya Yanar, GZSZ-Star Susan Sideropoulos und Ross Antony
verewigten ihre Fußabdrücke, die anschließend bei ebay versteigert
wurden. Zuvor konnte man auf Promi-Fuesse.de noch raten, welcher
Abdruck zu welchem Prominenten passt und dabei attraktive Preise
gewinnen. Die Aktion brachte mehr Aufmerksamkeit für Tele2 und
insgesamt 1.500 Euro für die Deutsche Herzstiftung.
Ideen geben Chancen
So wie Versatel mit seiner Social Media
Plattform VersaLab wohl kaum in die Top-DREI auf dem deutschen DSL
Markt eindringen dürfte, wird das vermutlich auch Tele2 nicht gelingen.
Aber originelle Aktionen können ein Überleben sichern, das einen
weiteren Verbleib auf dem Markt rechtfertigt. Und sie sind vielleicht
ein Beweis dafür, dass gute Marketingideen Wirkung zeigen und auch
etwas kleineren Playern Erfolge auf Märkten bringen, auf denen sich
bereits große tummeln.
» 1 Kommentar
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Letzte Aktualisierung ( Tuesday, 1. June 2010 )
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