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Otto goes iPhone — des Versandhändlers neue Wege |
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Geschrieben von Ansgar Sadeghi
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Friday, 30. April 2010 |
Um Otto-Kataloge haben sich schon Generationen von Familien versammelt. Sie diskutierten, suchten Produkte aus, verwarfen Entscheidungen und suchten Neues aus. Der Versandhändler Otto gehörte bisweilen zur Familie wie die Hauskatze oder der Schoßhund. Das ist teils noch heute so. Otto-Versand ist seit 1949 aktiv und geht mit der Zeit. Längst ergänzt der Onlineshop erfolgreich den klassischen Verkauf über den Katalog. Laut Zahlen der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) war der Otto-Internetshop im Gesamtjahr 2009 Spitze bei Umsätzen in den Bereichen Mode und Einrichten. Nun möchte der Otto-Versand noch einen Schritt weitergehen: Pünktlich zur Sommerkollektion schaltet das Unternehmen Video Anzeigen auf IPhones und anderen Smartphones. Darüber hinaus sucht Otto auch auf internetfähigen Spielekonsolen oder aber Hybridfernsehern nach neuen Kunden, die der klassischen Katalogwerbung eher abgeneigt gegenüber stehen.
Ottos Weg zum internetaffinen Kunden
Der Otto Versand hat bisher vor allem Marketing-Kampagnen im privaten
Fernsehen gestartet. Nun möchte das Unternehmen verstärkt auch
internetaffine Käuferschichten erreichen. Dafür schaltet Otto über den
Vermarkter von Videoinhalten Smartclip Anzeigen auf reichweitenstarken
Portalen wie zum Beispiel Bild.de, sevenload.com oder aber
tvdigital.de. Die jeweils aktuellen Otto Spots werden dabei vor den
eigentlichen Videoinhalten gesendet. Ob diese Form von
Interruption-Marketing auch auf Interesse stößt, weiß man wohl nur in
Hamburg. Für einen Versandhändler ist die Nutzung dieser Werbeformen in
jedem Fall innovativ. Der Otto-Versand nutzt neben diesen Formen von
Video-Marketing vermehrt soziale Netzwerke wie Facebook.com. Hier
bietet das Unternehmen ein so genanntes interaktives Webspecial an, das
die Besucher des Profils zum Interagieren animiert.
Vier Dinge, die man vom Otto Versand lernen kann
Es bleibt die Frage, welche Schlüsse andere Unternehmen aus der neuen
Kampagne ziehen können. Anders ausgedrückt: Was kann man von Otto
lernen? Vielleicht vor allem vier Dinge:
1) Verschließen Sie sich nicht der Innovation
Das Internet erobert Wohnzimmer und Mobilgeräte. Es bietet Ihnen damit
noch mehr Möglichkeiten, Ihre Marketing-Botschaften an Ihre
potentiellen Kunden zu bringen. Sie sollten die Augen offen halten und
zumindest prüfen, ob diese Möglichkeiten für Ihr Unternehmen in Frage
kommen.
2) Nutzen Sie Segmentierung fürs Marketing!
Bei Anbietern von mobilen Anzeigen können Sie in der Regel bestimmen,
auf welchen mobilen Endgeräten Ihre Anzeige erscheinen soll. Nutzen Sie
die mögliche Auswahl, um die Effektivität bei Ihrem Marketing zu
erhöhen und seine Reichweite auszudehnen.
3) Geben Sie Ihr bisheriges Marketing nicht auf!
Otto ergänzt seine Marketing-Aktivitäten zwar um neue und innovative
Features, betreibt aber auch weiterhin noch klassische Marketing-Maßnahmen wie
zum Beispiel TV- oder Zeitungswerbung. So werden neue potenzielle
Kunden erreicht, ohne die Kommunikation zu den bisher erreichten Kunden
zu gefährden.
4) Nutzen Sie Gewinnspiele.
Otto hat einen Preis von 100.000€ in einer seiner Kampagnen ausgelobt.
Solche Preise veranlassen auch den einen oder anderen noch nicht
überzeugten Nutzer eines Onlineshops dazu, seine Kontaktdaten zu
übermitteln. Das ist der erste Schritt für ein Permission Marketing,
aus dem bestenfalls eine langfristige Kundenbeziehung entsteht.
Kurzum, holen Sie Ihre Kunden da ab, wo Sie sich am häufigsten
aufhalten. Bei jüngeren Zielgruppen sind Sie dabei im Internet
goldrichtig!
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Letzte Aktualisierung ( Friday, 30. April 2010 )
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