| Zielgruppe Frauen: Schönheit ist nicht gefragt |
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| Geschrieben von Regina Deckart | |
| Friday, 14. August 2009 | |
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Schönheit und Sex-Appeal wirken immer - denken viele Werbekreative und so wimmelt es in Werbespots im Fernsehen und in Magazin-Anzeigen nur so von makellosen langbeinigen Models. Einer ähnlichen Logik folgen diverse Einzelhändler, die besonderen Wert auf das Aussehen ihrer Verkäuferinnen legen. Der Schluss, dass Schönheit anziehend wirkt und sich positiv auf den Konsum auswirkt liegt zwar nahe, ist aber offenbar - so pauschal zumindest - falsch.
Wer die Zielgruppe Frau ansprechen will tut sich schwer, wenn er mit übermäßiger Schönheit für den verkauf seines Produktes wirkt. Frauen neigen dazu, sich mit den Models in der Werbung zu vergleichen. Fällt das Urteil zu Ungunsten der potenziellen Konsumentin aus, dann kann das den Kauf des beworbenen Produktes verhindern. Zu dieser Erkenntnis sind britische Forscher bereits vor einigen Monaten gelangt.
Eine weitere Studie, diesmal aus Australien, weist nun nach, dass diese Logik ebenso auf den eigentlichen Verkauf im Laden anwendbar ist. Das Fazit: Schöne Frauen hinter den Ladentheken wirken bei der Zielgruppe Frau keineswegs verkaufssteigernd, im Gegenteil. Bianca Price hat an der University of Southern Australia in einem Feldversuch mit Frauen im Alter von 18 bis 26 Jahren nachgewiesen, dass Verkäufe seltener zustande kommen, wenn die Verkäuferinnen ausgesucht hübsch sind. Um welches Produkt es dabei geht spielt offenbar kaum eine Rolle: Vom Handy bis zur Kosmetik war das Ergebnis das gleiche.
Psychologisch soll diese Reaktion auf den Hang des Menschen zu sozialen Vergleichen zurückzuführen sein. Gefühle wie Neid, Eifersucht und eine Sorge vor Unterlegenheit der Verkäuferin gegenüber spielen dabei eine Rolle und führen zu einer negativen Grundeinstellung, die sich letztlich im Nicht-Kauf äußert.
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| Letzte Aktualisierung ( Friday, 14. August 2009 ) |
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