| Studie: Süßes senkt die Preishemmschwelle |
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| Geschrieben von Regina Deckart | |
| Tuesday, 11. August 2009 | |
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Dass Schokolade glücklich macht ist eine alt bekannte Tatsache, dass Einkaufen glücklich macht beschwört zumindest ein Großteil der Frauen dieser Welt. Dass beides etwas miteinander zu tun haben kann haben nun Forscher der Zeppelin University in Friedrichshafen herausgefunden. Sie haben das Preisempfinden von Testpersonen mithilfe von Zuckerwasser beeinflusst.
Eine Forschungsgruppe um Professor Peter Kenning, Inhaber des Lehrstuhls für Marketing an der ZU, stellte zunächst - basierend auf Erkenntnissen der Biochemie und der Gehirnforschung - die These auf, dass Zucker, der ja bekanntermaßen in Form von Traubenzucker etwa die Konzentrationsfähigkeit fördert, auch Einfluss auf Kaufentscheidungen und die Wahrnehmung von Produkten, respektive deren Preisen haben könnte. In einem Feldversuch ging die Forschungsgruppe dann daran, diese These zu untersuchen. „In unserer Studie unterstellten wir eine Wirkungskette, die durch die Zugabe von Glukose ausgelöst wird und kurze Zeit später in bestimmten Hirnarealen ihre Wirkung entfaltet“, so Kenning.
Der Versuch wurde mit zwei Test- und einer Kontrollgruppe durchgeführt. Eine der Testgruppen bekam Wasser mit einer guten Portion Glukose darin verabreicht, die andere normales Wasser, die Kontrollgruppe gar nichts. Alle wurden anschließend aufgefordert, sich Produkte und deren Preise anzusehen und zu beurteilen, ob der Preis gerechtfertigt sei. Das Ergebnis gibt der Ausgangsthese der Forscher Recht: Die Zuckerwasser-Gruppe habe zu einem "signifikant höheren" Anteil, wie es in einer Mitteilung der Universität heißt, die ihnen angebotenen Preise als gerechtfertigt betrachtet. Verantwortlich dafür soll das Hormon Serotonin sein, das über Umwege durch den Konsum des Zuckers im Gehirn ausgeschüttet wird. Die Frage, ob nun künftig der Schokoriegel zum integralen Bestandteil des Verkaufsgespräches werden soll, wollen die Wissenschaftler aber noch nicht beantworten. Dazu seien weitere Studien nötig.
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| Letzte Aktualisierung ( Tuesday, 11. August 2009 ) |
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