| Werberat bietet Vorkontrolle von Motiven an - 88 Beanstandungen 2008 |
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| Geschrieben von Regina Deckart | |
| Wednesday, 25. March 2009 | |
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264 Werbekampagnen wurden 2008 von deutschen Verbrauchern beanstandet - 88 davon nach Ansicht des Werberates zurecht, bei sechs kam es zu einer offiziellen Rüge. Damit Werbetreibende mit ihren Kampagnen und Motiven von vornherein auf der sicheren Seite sind bietet das Gremium ab Mai eine Vorüberprüfung neuer Kampagnen an.
Jeder Werbetreibende kann seine Kampagnen dann beim Werberat einreichen und bekommt ein Feedback, ob diese mit den Regeln der Selbstkontrolle und gesetzlichen Vorschriften in Einklang sind.
Die Beschwerden im vergangenen Jahr bezogen sich zu einem großen Teil - 42 Prozent - auf frauenfeindliche Motive in Werbekampagnen. EIne deutliche Steigerung im Vergleich zum Vorjahr als diese Quote noch bei 33 Prozent lag. Mehr als einem Drittel dieser Beschwerden schloss sich der Presserat an.
Ebenso nachvollziehen konnte das Gremium die Aufregung um einen neuen Likör mit dem Namen "Ficken". Der Streit zwsichen Werberat und Unternehmen ist hier noch nicht gelöst. Der Hersteller wolle bislang nicht einsehen, dass die Werbung für das Getränk gegen die Regeln des Werberates verstoße, heißt es von Seiten des Selbstkontrollgremiums.
Nur zögerlich sah auch ein Ahnenforschungsunternehmen, so der Werberat, ein, dass seine Werbung mit einem Bild von Adolf Hitler nicht mit den Werbegrundsätzen vereinbar ist.
Nicht nachvollziehbar hingegen war für die Mitglieder des Werberates die Beschwerde eines Verbrauchers über eine Werbung, in der die Golden Gate Bridge auf Fotoformat zusammengefaltet wurde. Der Verbraucher sah hier eine Verharmlosung der Gefahr von Terroranschlägen auf Brücken und von Naturkatastrophen - eine Sichtweise, die dem Werberat zu weit hergeholt war, als dass er die Kampagne beanstandet oder gerügt hätte.
Weitere Artikel zum Thema: Werberat verschärft Regeln für Alkoholwerbung Schweiz: Beschwerden über Online-Werbung nehmen zu Grenze überschritten: Wie geschmacklose Werbung schadet
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| Letzte Aktualisierung ( Wednesday, 25. March 2009 ) |
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